Herbsttour. Es sollte ein guter Abschluss der Bergsaison 2018 werden, doch eine Feuchte und Stürmisch Kalt Wetterfront sorgte für unbehagen.


Die Berg Saison 2018 erlebte mit der Sommeranfangtour einen schönen Auftakt, der Bericht dazu ist Online.


Profitour, diesen Name entsprach den Anforderungen in der Silvretta.


Die Bergwoche eine Abwechslungsreiche wie kombinierte Tour, auf Schnee Eis und Fels. Tolle Hütten dazu perfektes Wetter! Einfach Traumhaft.Der Bericht ist Online!


Die Geburtstagstour stand bezüglich des Wetters unter keinem guten Stern. Schön war es allemal. Der Bericht ist nun Online.


17.Profitour 13.-16 Juli 2019 Adula Alpen (Schweiz)

Profi-Tour 2019

Teilnehmer: Bodo, Falter, Olaf, Stuif, WPO

Die Entscheidung dieser Tour ist klar zu Gunsten der Adula Alpen gefallen.

Ausrüstung: Eispickel, Klettergurt, Helm, Seil, Steigeisen. 

Samstag 13.Juli, Anreise nach Vals und dem Zervreila Stausee: • Ca. 3 ½ Stunden von Heidenheim über A7 / A96 nach Lindau und weiter über A13 vorbei an Chur Richtung Disentis/Muster. In Ilanz Richtung Valsertal und hoch zum Stausee bis Parkplatz Kapelle 1984 m. 1. Tag a. Zervreilahorn Südgipfel 2898m (R707) i. Zustieg ca. 3 ½ h von Kapelle Zervreilla. Uferstrasse folgend über die Canatalbrücke und einer Bachmulde hoch zum Obern Butz (2462m). An Fusse vom Zervreilahorn über Rasenhang zur Einsattelung Südgipfel und südl. Bollwerk. Aufsteigen zur Südkante und weiter folgend zum Südgipfel. «Einzelne Absätze lassen sich mittels guter solider Tritte und Griffe erklettern» (Kletterei II). Schwierigkeit WS (wenig schwierig), II ii. Abstieg zur Läntahütte 2090m (R707a) Erster Teil wie Schlussteil im Aufstieg und weiter über Weideterasse zur Hütte. ca. 2 h. Schwierigkeit BG (Berggänger) b. Alternative: Furgeltihorn 3043m (R716a) i. Über Ostgrat, Schwierigkeit EG (erfahrener Berwanderer), 3 ¾ h ab Zervreilla, ca. 2 h zur Läntahütte.

Das Original (Matterhorn) steht in Graubünden.
Vals und Wasser: Das Dorf am Ende des engen Tals ist bekannt für sein Thermalbad und das Valser Mineralwasser. Letzteres ist längst in den Händen eines amerikanischen Grosskonzerns. Gut schweizerisch ist und bleibt: das Zervreilahorn, präsent in manch Haushalt auf den grünen Mineralwasserflaschen. Anders als die Bündner Touristiker wählten wir dieses Gipfelziel nicht nur wegen seiner Ähnlichkeit zum originalen Matterhorn, sondern seinem wundersamen Formenwandel wegens. Denn beim ersten Anblick am Stausee glaubten wir kaum, dass der Zacken ohne Seil und Haken zu haben ist. Die wundersame Metamorphose der Bergform bei der Traverse unter der Südwand und der ideal gestufte Granit am Südgrat liessen uns hoffen … Und siehe da: Zervreilahorn, du bist erwandert! Gasthaus Zervreila - Ober Butz Der Fahrweg steigt erst, die Staumauer rechts liegen lassend, zur Kapelle an und verliert wieder 130 hm bis zur Canalbrücke über den Seearm. In wenigen Minuten
zur Abzweigung des weiss-rot markierten Wanderweges zum Furggelti. Auf diesem bis zur Ebene Ober Butz ca. 2450 m. Ober Butz - Zervreilahorn Nordgipfel - Lavazun P. Bei Ober Butz weglos nach rechts (Westen) abschwenken zur Einsattelung zwischen P. 2821 und dem Hauptgipfel. Dorthin auf teilweise schwachen Trittspuren entlang einer grasigen Rampe (T4). Dann dem Südgrat entlang, den ersten Aufschwung links (westlich) auf Trittspuren umgehen. Den Steinmännchen folgend über die drei etwa 10 m hohen Felsstufen zum Gipfel mit seiner markanten, gespaltenen Felsplatte (T5, II). Abstieg über den Südgrat zurück bis zur Einsattelung, dann über grosse Blöcke westwärts in ein Tälchen, auf ca. 2600 m schwenkt man südlich zu P. 2598. Ein paar kleine Seelein passierend erreicht man kurz ansteigend den Bergweg Furggelti – Läntahütte bei P. 2579 (T4).

   

Sonntag 14.Juli:  Grauhorn 3220m (R671) Zustieg über den Grauhorngletscher (R671); Schwierigkeit WS; Dauer ca. 4 Stunden

Normalroute von der Läntahütte. Der Grauhorngletscher ist verschrundet und von enormen Spalten zerrissen, weshalb der im Augenblick günstigste Weg erst vor Ort und Stelle zu ermitteln ist. Im Verlaufe des Sommers, wenn die Schneebrücken über die Spalten weggeschmolzen sind, kann der Gletscher praktisch unbegehbar werden. Von der Läntahütte (2090m) geht man taleinwärts und erreicht über Moränengeröll den Grauhorngletscher und auf ihm eine Flachstelle auf gut 2700m. In der Regel wechselt man hier gegen den Ostrand des Gletschers, um in diesem Bereich, wo steilere mit weniger abschüssigen Abschnitten abwechseln, zum Gipfel aufsteigen. Abstieg zur Capanna Adula UTOE (R674); Schwierigkeit L; Dauer ca. 3 Stunden (im Aufstieg) Hier wird der Aufstieg beschrieben von der Capanna Adula UTOE. 

Normalroute von der Tessiner Seite, leichteste Route. Die Route folgt im Abschnitt zum Gipfel dem Nordwestgrat, den man (wie nachfolgend angegeben) nahe dem Sattel 3027m erreicht. Im Frühsommer ermöglichen Schneehänge einen gipfelnäheren Zugang zum Grat; bei Ausaperung kommen brüchiger, loser Fels und Geröll zum Vorschein, was die Attraktivität dieser Abkürzungen erheblich mindert. Von der Capanna Adula UTOE (2393m) wandert man auf dem Weg zum Rheinwaldhorn zum nördlichen Lappen des Vadrecc di Bresciana. Man bleibt am nördlichen Rand des Schneefeldes und erreicht über Schutthalden die Flachstelle (ca. 3000m) im Grat zwischen Grauhorn und Cima della Negra. Über Schnee- und Schutthalden quert man nordwärts, über die von P.3168 herabkommende Rippe hinweg, uns betritt den Nordwestgrat etwas oberhalb des Sattels 3027m. Man folgt von hier im wesentlichen der Gratkante, wobei man zwei Zacken (deren oberer mit 3168m kotiert ist) auf westseitiger Schuttrampen umgeht. In Gipfelnähe wird der Grat leichter. Bei günstigem Schnee lässt sich der Grat gipfelnäher, bei einem trapezförmigen Felsblock ersteigen. Alternative-Abstiegsroute: Vom Gipfel über Westgrat zur Route absteigen. Jedoch einzelne Absätze sind abzuklettern (III), abzuseilen oder zu umgehen.

  

Montag 15.Juli: Rheinwaldhorn 3402m (R681) Zustieg über den Vadrecc di Bresciana (R681); Schwierigkeit L; Dauer ca. 3 Stunden

Normalroute von der Tessiner Seite. Leichteste Route zum Gipfel. Allerdings weist auch der verhältnismassig harmlose Vadrecc di Bresciana einzelne Spalten auf. Von der Capanna Adula UTOE (2393m) führt ein markierter Bergweg zunächst gemeinsam mit der Route zum Passo del Laghetto gegen Südosten, zur Moräne des Vadecc die Bresciana. Man folgt dem Moränenkamm und gelangt auf das Gletschervorfeld. In einem weiten Bogen, entlang am Fuss der Grauhorn- üdwand, steigt man über den Gletscher, der von einzelnen Spalten durchzogen ist, und dem Nordwestrücken zum Rheinwaldhorn auf.

Abstieg über den Nordgrat zur Zapporthütte (R683); Schwierigkeit L; Dauer 3 ¾ Stunden (im Aufstieg)

Hier wird der Aufstieg beschrieben von der Zapporthütte. Normalroute von der Bündner Seite, leichteste Route. Die Route folgt im Abschnitt zum Gipfel dem Nordwestgrat, den man (wie nachfolgend angegeben) nahe dem Sattel 3027m erreicht. Im rühsommer ermöglichen Schneehänge einen gipfelnäheren Zugang zum Grat; bei Ausaperung kommen brüchiger, loser Fels und Geröll zum Vorschein, was die Attraktivität dieser Abkürzungen erheblich mindert. Von der Zapporthütte SAC (2276m) läuft eine Wegspur flach gegen Westen durch den Hang und führt beim Clubhüttentälli auf den einstigen Gletscherboden. Man erreicht P.2487 im Talhintergrund und steigt weglos gegen Nordwesten an, zunächst über Gletscherschutt und Platten, dann über steilen Rasen, der von Felsstufen durchsetzt ist, und schliesslich über Schutthalden zur Läntalücke. 7 Im Abstieg ist einiger Spürsinn vonnöten, um eine gut gangbare Route durch die Felsstufen und über die Platten zu finden; am leichtesten ist es, die Schutterrasse auf 2840m gegen Südwesten zu benutzen. Von der Läntalücke (2979m) folgt man über kompakten Schutt, Platten und Schnee dem Nordgrat, einem breiten Rücken. Falls die Spalten in Gipfelnähe offen sind, kann man die Besteigung über den Nordwestrücken beenden. 

Alternative-Abstiegsroute: Bei günstigem, tragfähigem Schnee empfiehlt sich vom Gipfel über nordöstlichen Firnhang absteigen und weiter zur Aufstiegsspur

  

Dienstag 16.Juli: Höhberghorn 3005m (R747) Zustieg über das Südgrätchen (R747); Schwierigkeit L; Dauer ca. 2 Stunden

Kurze, hübsche Tour von der Zapporthütte. Hinter der Zapporthütte SAC (2276m) steigt man auf Schafwegen den Hang aufwärts zum Clubhüttentälli. Auf dem südseitigen, plattigen Rücken, im schuttigen Talgrund oder auf dem nordseitigen Rasenhang erreicht man die Höhberglücke. (2918m ohne Namen auf der LK). Von der Höhberglücke klettert man über eine Felsrippe zur Grathöhe und streckenweise etwas nordseits zum Gipfelkopf hinauf.

Abstieg über den Nordgrat zur Zapporthütte (R683); Schwierigkeit L; Dauer 5 ¼ Stunden (im Aufstieg)

Hier wird der Aufstieg beschrieben von Zervreila-Kapelle. . a. Höhberghorn 3005m (R747) i. Von der Hütte zur Höhberglücke (2918m) und weiter kletternd (I) man über eine Felsrippe zur Grathöhe zum Gipfelkopf hinauf. Schwierigkeit L, I. Ca. 2 h von der Hütte. ii. Abstieg über den Nordostgrat bis P2886. Vorbei am Canalsee talauswärts ins Grosstäl und Canaltal bis zur Kapelle am Stausee. Ca. 4 h ab Gipfel zum Auto. Heimreise nach Heidenheim: Ca. 3 ½ Stunden.

Etwas kürzer als die Route über das Canallückli, aber in ähnlich lockeren Trümmerhängen. Von der Kapelle Zervreila (1985m) benutzt man die Routen zum Canallückli. Statt vom Schuttband der Puuhets durch die Rinne zum Lückli hinaufzuklettern, bleibt man auf dem Schuttband, das in der Gratscharte westlich von P.2886 endet und folgt dem exponierten Grat ohne Schwierigkeiten. Man folgt oft der Kante, auf anderen Strecken geht man auf südseitigen Rasengesimsen vor, notfalls weicht man in die brüchigen, nordseitigen Felstrümmer aus.

Heimreise nach Heidenheim:

Ca. 3 ½ bis 4 Stunden nach Heidenheim wie Anreise.

   

 

 

 

 

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