Der Bericht zur Sommeranfangtour ist Online


Herabfallende Steine beschädigten das Dach der Läntahütte, Eine Änderung des Tourenverlaufs für die Profitour war unausweichlich.


Die Bergwoche 2019 findet in den Zillertaler Alpen statt.


17.Profitour 13.-16 Juli 2019 Adula Alpen (Schweiz)

Profi-Tour 2019

Teilnehmer: Bodo, Falter,  Stuif, WPO

Die Entscheidung dieser Tour ist klar zu Gunsten der Adula Alpen gefallen.

Ausrüstung: Eispickel, Klettergurt, Helm, Seil, Steigeisen. 

Samstag 13.Juli:

1.Tag Höhberghorn 3005m (R747

Hüttenzustieg zur Zapporthütte; Schwierigkeit T4; Dauer ca. 3 1/2 Stunden 

Ab dem Parkplatz des Rastplatzes San Bernardino Nord führt der Weg dem Rhein entlang die ersten 4.5 km über den Bundesschiessplatz Hinterrhein. Bei P.1719 beginnt der interessante Teil der Wanderung. Von nun an führt der Weg immer dem jungen Hinterrhein entlang, einmal näher und einmal etwas höher, teilweise durch felsige Passagen, welche aber alle sehr gut mit Ketten gesichert sind. Wenn man Zapportstafel erreicht verlässt man den Rhein und gelangt bald in die Höll, eine eindrückliche kleine Schlucht mit tief eingeschnittenen Gletschertöpfen. Für geübte Alpinwanderer lohnt es sich über die Schafweide zum Bach abzusteigen und einen Blick in das tobende Wasser zu werfen. Nun sind nur noch 160 Höhenmeter zu bewältigen und man erreicht die Zapporthütte. 

  1. Zustieg über das Südgrätchen (R747); Schwierigkeit L; Dauer ca. 2 Stunden

Kurze, hübsche Tour von der Zapporthütte. Hinter der Zapporthütte SAC (2276m) steigt man auf Schafwegen den Hang aufwärts zum Clubhüttentälli. Auf dem südseitigen, plattigen Rücken, im schuttigen Talgrund oder auf dem nordseitigen Rasenhang erreicht man die Höhberglücke (2918m ohne Namen auf der LK). Von der Höhberglücke klettert man über eine Felsrippe zur Grathöhe und streckenweise etwas nordseits zum Gipfelkopf hinauf.

c. Abstieg wie im Aufstieg zurück zur Hütte

Sonntag 14.Juli: 

2.Tag Rheinquellhorn 3200m (R801); Vogelberg 3218m (R799); Logia 3080m R(781) 

  1. Zustieg Rheinquellhorn über das Paradieshüreli (R806 + 801); Schwierigkeit L; Dauer ca. 3 Stunden

Von der Zapporthütte (2276m) talaufwärts auf die Geröllterasse namens Ursprung (2345m) und weiter, bis der Hinterrhein überschritten werden kann. Nun wendet man sich gegen die Paradieschöpf, um hierauf ostseits des Rheinquellhorn NNE-Grates (mit dem Paradieshürli) bis zur Falllinie P.3066 anzusteigen. Von hier abzweigend gewinnt man den Gipfel über den Schlussabschnitt des NNE-Grates, der anfänglich eine steile Stufe aufweist. Zustieg Vogelberg vom Rheinquellhorn (R799); Schwierigkeit L; Dauer ca. 30 Minuten

Vom Rheinquellhorn (3200m) folgt man, über Gipfel 3211m und Sattel 3172m hinweg, dem beinahe waagerechten, zum Teil felsigen, zum Teil schneebedeckten Grat.

 

  1. Zustieg Logia (R781); Schwierigkeit L; Dauer ca. 1 Stunde 
  2. Vom Vogelberg (3218m) absteigend über den Sattel 3172m zur Gemskanzel. Dort abbiegend auf den Hüttenweg (R778) über den Paradiesgletscher zum Passo dei Cadabi (2939m). Vom Passo dei Cadabi folgt man in leichter Kletterei dem Felsgrat, der steil ansetzt und sich dann gegen den Gipfel hin zurücklegt. Er weist Stellen mit feinem Schutt, mit schönen Schrofen sowie Blöcken auf.
  1. Abstieg zur Capanna Adula UTOE (2393m); Schwierigkeit L; Dauer ca. 2 ½ - 3 Stunden

Vom Passo dei Cadabi rechts haltend auf zuerst einem kleinen Gletscherchen absteigend auf den Gane dei Cadabi. Der S-Wand vom Rheinwaldhorn entlang zum Sattelchen P 2468m. Von dort auf der Schuttterrasse bei P 2403m zum. Passo del Laghetto. Am Laghetto dei Cadabi links haltend auf den Moränenrücken bei P 2521 und, identisch wie Aufstieg zum Rheinwaldhorn, zurück zur Hütte.

  

Montag 15.Juli: 

3.Tag Rheinwaldhorn 3402m (R681)  

  1. Zustieg über den Vadrecc di Bresciana (R681); Schwierigkeit L; Dauer ca. 3 Stunden

Normalroute von der Tessiner Seite. Leichteste Route zum Gipfel. Allerdings weist auch der verhältnismassig harmlose Vadrecc di Bresciana einzelne Spalten auf. Von der Capanna Adula UTOE (2393m) führt ein markierter Bergweg zunächst gemeinsam mit der Route zum Passo del Laghetto gegen Südosten, zur Moräne des Vadecc die Bresciana. Man folgt dem Moränenkamm und gelangt auf das Gletschervorfeld. In einem weiten Bogen, entlang am Fuss der Grauhorn-Südwand, steigt man über den Gletscher, der von einzelnen Spalten durchzogen ist, und dem Nordwestrücken zum Rheinwaldhorn auf.

  1. Abstieg über den Nordgrat zur Zapporthütte (R683); Schwierigkeit L; Dauer ca. 3 ¾ Stunden (im Aufstieg)

Hier wird der Aufstieg beschrieben von der Zapporthütte. Im Sommer meistbegangene Normalroute von der Bündner Seite, leichteste Route. Von der Zapporthütte SAC (2276m) läuft eine Wegspur flach gegen Westen durch den Hang und führt beim Clubhüttentälli auf den einstigen Gletscherboden. Man erreicht P.2487 im Talhintergrund und steigt weglos gegen Nordwesten an, zunächst über Gletscherschutt und Platten, dann über steilen Rasen, der von Felsstufen durchsetzt ist, und schliesslich über Schutthalden zur Läntalücke. Im Abstieg ist einiger Spürsinn vonnöten, um eine gut gangbare Route durch die Felsstufen und über die Platten zu finden; am leichtesten ist es, die Schuttterrasse auf 2840m gegen Südwesten zu benutzen. Von der Läntalücke (2979m) folgt man über kompakten Schutt, Platten und Schnee dem Nordgrat, einem breiten Rücken. Falls die Spalten in Gipfelnähe offen sind, kann man die Besteigung über den Nordwestrücken beenden. Alternative-Abstiegsroute: Bei günstigem, tragfähigem Schnee empfiehlt sich vom Gipfel über nordöstlichen Firnhang absteigen und weiter zur Aufstiegsspur.

  

Dienstag 16.Juli: 

4.Tag Piz de Stabi 3136m (R106+108+110+113) 

  1. Zustieg über den Zapportpass (R106 +108); Schwierigkeit L; Dauer ca. 3 Stunden

Hier ist der Anstieg am Anfang die gleiche Anstiegsroute wie zum Rheinquellhorn. Von der Zapporthütte SAC (2276m) talaufwärts auf die Geröllterrasse namens Ursprung (2345m) und weiter, bis der Hinterrhein überschritten werden kann. Nun wendet man sich gegen die Paradieschöpf, um hierauf ostseits des Rheinquellhorn-NNE-Grat (mit dem Paradieshürli) den verschrundeten Zapportgletscher zu ersteigen. Vom oberen Gletscherbecken wir der Pass in sanftem Anstieg erreicht. Vom Zapportpass wird der Pass de Stabi (3077m) schwach ansteigend über das kurze trennende Firnfeld hinweg erreicht. Vom Pass de Stabi in wenigen Minuten auf dem kurzen WSW-Grat und über diesen auf den Gipfel.

  1. Abstieg teilweise über den WSW-Grat, Überschreitung des SE-Grates und zuletzt auf der Normalroute von San Bernardino in der E-Flanke zum San Bernardino-

Pass (R113 + 110); Schwierigkeit WS; Dauer ca. 4 ½ - 5 Stunden

Der WSW-Grat lässt sich in zwei unterschiedliche Abschnitte aufteilen. P3058 befindet sich auf der ungefähr halber Strecke. R 113 führt über die erste Hälfte des Grates. Die andere eher anspruchsvolle Hälfte wird nicht begangen. Vom Piz de Stabi (3136m) abwechslungsweise in Fels und firn über den einmal schmalen, dann wieder breiten Grat zu P 3039 hinab un in schwachem Auf und Ab weiter bis hart unter die Felszähne von P 3058. Hier über ein unschwieriges Band (mit einer Art Pfand, einem Steinbockwechsel) leicht fallend durch die S-Wand von P 3058 und jenseits dessen SE-Grat auf den schönen Gletscher, der sich auf einer weiten Terrasse am Fuss der Zapporthorn-SW-Wand ausbreitet und talseitig in einer hohen Felsstufe abbricht. Nun in ESE-Richtung über den Gletscher hinweg (oder knapp unterhalb seines Randes im Geröll durch). Es folgt der Aufstieg auf den Zapporthorn-SE-Grat (Fil de Stabi), über die schon weitem sichtbare ausgeprägte Rampe, die ostsüdöstliche von P 2851 ansetzt und die gegen das Calancatal gerichtete Abdachung durchchneidet. Die aus hellem Getein, platten, Grassimsen und Stufen bestehende Rampe weist teilweise auch eine einer Art Pfad (Steinbockwechsel) auf und endet wenig nordwestlich von P 2887. Jenseits des Grates dehnt sich die weiche Fläche des Ghiacciaio de Musica aus. In N-Richtung aufwärts bis zur Route 110 von San Bernardino kommend. Auf dieser Route weiter folgend zur Terrasse des Coston de Musia. Dort weiter zu P 2353 und P 2176 und über die Grasshänge mit vereinzelt leichtem Fels in E-Richtung zum San Bernadino Pass. Von dort mit dem Postbus zurück zum Rastplatz Nordportal.

  

Heimreise nach Heidenheim:

Ca. 3 bis 3 ½ Stunden nach Heidenheim wie Anreise.

Liebe Bergkameraden, ich hoffe das diese Bergtour euch genauso gefällt wie die ursprüngliche Tour. Die Läntahütte bleibt dieses Jahr komplett gesperrt, da auch noch Schutzmassnahmen am Berg vorgenommen werden müssen. Des Weiteren musste ich Tag 4 zum San Bernardino Pass legen, da der direkte Zustieg von der Zapporthütte zwecks Schiessübungen am Dienstag laut Ankündigung gesperrt ist. Ich habe mich bemüht, die Touren so vielseitig wie möglich zu gestalten, damit wir immer auch einen Teil weglassen oder abkürzen können.

Berg Heil und in voller Vorfreude

Stuif

   

 

 

 

 

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