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Herbsttour 17.-22.September 2015

Herbsttour 17.-22.September 2015

Sorapis und Cadin Gruppe.

Teilnehmer: Bodo, Falter, Jens.

Diese Tour war so schön, da liegt es in der Überlegung

im nächsten Jahr ein paar Tage dranzuhängen. 

 

Mittwoch 16.Sept: Duschen, Wetterbericht für die Dolomiten studieren, letzte Ausrüstungsgegenstände verstauen, 19.20 Uhr, Jens läutet an. Mit den Nachbarn letzte Details für das Heimspiel gegen Wolfsburg nächste Woche klären. 19.45 Uhr, das Gepäck wird im Geschäftsfahrzeug verladen. Pünktlich treffen wir bei Bodo um 20 Uhr ein, es ist relativ mild bei 17°C, das Gepäck wird in sein geräumiges Fahrzeug verladen, schade dass sich nur drei Personen Zeit für eine Intensive Tour in die Berge nehmen wollen. Das Geschäftsfahrzeug Unterwegs „abgeben“ wenig später ist die A7 erreicht. Bodo fährt ob der doch späten Abfahrt sehr zügig, bei ruhigem Verkehr. Kurz vor Nassereith wird das Fahrzeug noch einmal aufgetankt, dazu Erwerb einer Vignette 8,90 €. Versehentlich wird vor dem Brenner die Falsche Ausfahrt (Fuschl) gewählt, die Kurvenreiche und Enge Strecke kostet für den Fahrer etwas Aufmerksamkeit und natürlich Zeit. Kurz nach dem Brenner eine Pause, es ist Sternen klar bei Föhnsturm dadurch ist es auf 1400 Meter ganz angenehm. Die Autobahn in Richtung Süden gehört nur wenigen Fahrzeugen, kurz nach Mitternacht Abfahrt in das Pustertal 2.90 €. Schon kurz vor 1 Uhr, ist Toblach nach exakt 400 Km erreicht, etwas kühler als in den Bergen dafür aber Windstill. Fast auf Anhieb gelingt die Anfahrt des Sportzentrums. Mit einer Flasche Weissbier der Isomatte und dem Schlafsack wird die doch große Tribüne des Eissport Stadions Zielstrebig angesteuert. Auch das Internet erfreut der FCB Gewinnt das Championsleque Spiel in Piräus mit 3-0. Die Isomatte saugt sich fast von allein voll, der letzte Schluck wird im Warmen inneren des Schlafsackes genossen, ein Ideales weil ruhiges Lager da abgelegen. Jens bringt in dieser Nacht mit seinem Schnarchen das Stadion schier zum Einsturz. Puuh ganz schön heftig!

Donnerstag 17.September: Die Stadion Uhr zeigt 8 Uhr an. Temperatur 10 °C, für Mitte September ganz gut. Ein Wolken Sonnen Mix, Größere Wolken ziehen über die nahen Sextner Dolomiten die deutlich höher als 2000 Meter liegen, schaut ja mal ganz gut aus, der Wetterbericht für die nächsten Tage konnte nicht prognostiziert werden, für die Wetterkundler sind die Winde einfach nicht abzusehen, die Tour wird daher von Tag zu Tag geplant. Die Fahrt geht vorbei an vielen bekannten Berggestalten die Cadin Gruppe, Sorapis und der Cristallo auch die Sicht auf die Tofane und andere Berge ist richtig gut. Der Herrlich gelegene Misurina See liegt ebenfalls auf dem Weg. Einkauf in Cortina im Cangu Supermarkt, dieser liegt etwas nach hinten versetzt, fast wurde er übersehen. Fleisch, Nudeln, Salat, Käse, Milch, Wecken, Tomaten, Chips, Wein, Sprite und diverses für insgesamt 49,50 €. Auf der Suche nach einem Café sind wir dann schnell fündig, gegenüber der Bergbahn und des Busbahnhofes erfüllt sich um 10.15 Uhr, die Erwartung. Bestellt wird im inneren, in der Sonne ist es ja so schön, Studieren der Karten und des Klettersteigführer, die Italienischen Zeitungen erfreuen mit einer guten Wetterprognose insbesondere Südlich, wobei die Chefin die Stimmung etwas Bremst, eine Exakte Vorhersage derzeit sei sehr Mutig. Fahrt zurück über den Tre Croci Pass 1809 m, Ziel San Marco im Val d` Ansie, der erste Versuch das Biwak Voltolina bzw. den Ausgangspunkt anzusteuern, endet an einer steilen Auffahrt mitten im Wald, spätestens da war klar das etwas nicht passen kann. Der zweite Versuch einige Kilometer zurück, erfolgreich, eine unscheinbare Abfahrt der Staatsstraße 48, gleich hier ein Hinweis Schild auf die drei Umliegenden Biwaks, Comici 3 ½ Std.  Voltolina 4 Std. und Musatti 3 ½ Std. Das Fahrzeug wird um 12 Uhr, am Eingang zum Parco Naturale Foresta da Somadida 1100 m, geparkt. Mittlerer weile ist es Stark bewölkt, die Stimmung Freudig und Erwartungsvoll. Einem Vesper auf der Isomatte die sich wie immer als Multifunktionsfähig erweist, folgt ein gemütliches Packen unter den Herbstlich Bunten Bäumen, dabei fällt der ein oder andere Tropfen. Wie bei solchen Touren Üblich werden die Lebensmittel und nicht Persönlichen Gebrauchsgegenstände ausgelegt, und gerecht aufgeteilt. Gibt es Unterwegs Wasser? diese Frage beschäftigt sehr. Vorsorglich findet sich bei Bodo 3 L im Gepäck, Wir riskieren es mit zwei Liter und einer ungefüllten 1 Liter Flasche. Jens Transportiert 11 Kg Bodo 12 Kg, auf meinen Schultern sind 13 Kg verteilt. Es ist 13.15 Uhr, Warm bekleidet fällt der Startschuss zu der bisher längsten Herbsttour.

  

Eine Brücke führt über die Rudavoi, gleich danach steht eine Hinweistafel und Info Tafel zum Park, selbst das Pflücken von Pilzen ist Untersagt. Nach gut 500 Metern teilen sich die Biwak Zustiege erstmals am Rifugio Tre Sorelle (Museum). Tal einwärts durch immergrünen Fichtenwald führt die noch befestigte Straße in das Valle di S.Vito, das die Aufragenden Wände der Sorapis von der Marmarole Gruppe trennt. Nach gut 30 Minuten zweigt es Links ab, es wird steiler geht in Mischwald über, angenehm das Gehen auf diesem weichen Waldboden. Prima! eine Wasserrinne führt frisches kühles Wasser, Jens füllt vorsorglich seine  Wasserflasche. Hier in diesem Talkessel bläst ein angenehmer Föhn aus Südlicher Richtung. Der Weg quert leicht ansteigend,  noch vor dem Col Nero teilt er sich, hier endet dieser Talkessel vor den Wänden des Costa Bel Pra und einem Ausläufer der Marmarole, kurze Querung am Hang, hier stürzt ein Bach deutlich hörbar von Links über mehrere Stufen in die Tiefe. Gefühlt müsste es Links (Östlich) gehen, wie es scheint gibt es durch die Wand kein Durchkommen. Der Weg leitet an eine Schuttrinne, über das Lose Gestein und Niedriggehölz  lässt es sich aber gut aufsteigen, noch vor dem Erreichen der Felswand, Nahe einer Höhle zweigt es dann doch Links ab. Ein Großer Stein mit der Aufschrift Biv. Voltolina sorgt für Klarheit. Noch einmal fließt ein kleines Rinnsal, um 15.21 Uhr, kleiner Stopp für eine Trinkpause. Entlang der Senkrechten Wand leitet der Markierte Pfad im Schotter zwischen einzelnen Bäumen bis an einen Felsabsatz auf 1750 m, kräftiges zupacken ist gefragt, wir finden sofort gefallen am Drahtseilakt, Seilgesichert wird eine Felswand gut 50 Hm. Durchstiegen, erneut führt der Aufstieg bis an die Wand, Steil und etwas Mühevoll quert es nach gut 100 Hm. auf einem breiterem Pfad in Nördlicher Richtung, es beginnt nun leicht zu regnen, der Schirm kommt zum Einsatz. Im Schutz einer tief überdachten Nische legen wir um 15.50 Uhr, eine kurze Pause ein. Es ist auf 1850 Meter noch angenehm Mild. Kurz und Heftig einige Meter durch kleinere Büsche und Latschen, in einem Bogen führt der Weg wieder zurück zu den aufragenden Felsen der Costa Bel Pra. Von hier aus brauchbare Sicht auf die leicht eingenebelte Cristallo und Cadin Gruppe. Eine Wurzel die mit Steinen befestigt, markiert das Ende und ist der Übergang in das Val di Mezzo und Val Grande. Endlich flacht es auf dem Weg 282 ab, das Tal öffnet sich zu einem Talkessel der sich in weiter Ferne noch mehr weitet. Nicht mehr allzu weit ist das Rote Biwak, es ist sichtbar am Hang etwas unterhalb eines Rückens auszumachen,  bestimmt Windgeschützt. Große Felsbrocken und Steine sind zu umgehen. Die Markierungen gehen hie und da verloren, an einem Felsblock Weggabelung zum Bivacco Musatti. Wie aus dem nichts fließt Wasser, das wenige Meter später in diesem Kiesbett wieder versiegt. Glücklich ob des Wassers ist diese Taktik aufgegangen, so richtig wohl habe ich mich dabei nicht gefühlt, wegen ein Kilo Gepäck. Gemeinsam trinken wir ein Liter Mineralwasser, um danach die Flasche mit dem Glasklaren Wasser wieder aufzufüllen. Der Wind bläst jetzt auf knapp 2000 Meter Heftig fast schon Sturmartig, die Biwak Schachtel wird Größer aber auch bleicher, die letzten kleiner Bäume stehen bis fast 2100 m, noch wenige Schritte über einen kleinen Pfad. um 17 Uhr, nach 3 ¾ Std. bei 1121 Höhen Meter Aufstieg, das Ziel nach 11 Km Weglänge erreicht, ein erster Blick in das Innere erfreut, Ordentlich aufgeräumt und in gutem Zustand, das lacht das Herz nach einem Anstrengenden Aufstieg. Der starke Wind sorgt dafür dass sehr schnell drei zufriedene das Quartier beziehen.

  

Aus welchem Grund auch immer wird die mittlere Ebene zum Sitzen genützt, genügend Matratzen und Decken sind vorhanden. Binnen kürzester Zeit ist die Wohnung Heimisch, Interessant die Einträge im Hüttenbuch, diese Unterkünfte werden Frequentiert meist bei einer Tour in der Marmarole, sind aber auch ein willkommener Übergang zu den Biwaks „Comici“ und „Slataper“ in der Sorapis. Während draußen der Wind tobt, beginnt Jens mit dem schneiden der Zutaten wie Zwiebel, Knobi und Pfefferoni für die Suppe das Gulasch und den Salat. Nebenbei gilt das Interesse für die Tour am Morgigen Freitag. Sorapis das steht schnell fest, entweder vom Tre Croci Pass über die Vandelli Hütte zum Bivacco Comici oder vom Ausgangspunkt am Auto, je nach Wetterlage fällt Morgen die Entscheidung. Während Bodo das Gemüse wie Radieschen, Tomaten, Gurke, Paprika und das Gulasch schneidet, befasse ich mich mit den Notizen für den Bericht. Die Zeit vergeht wie im Flug, sehr schnell Dunkelt es ein, die Sonne ist längst hinter der Costa Bel Pra verschwunden. Um 19 Uhr, wird die Maggi Beutel Suppe die bereits 2013 abgelaufen ist mit einem Brühwürfel verdickt, dazu Backerbsen und Suppennudeln, schmeckt echt gut. Der Sturm lässt nun hörbar nach, die Bewölkung lockert deutlich auf. Angenehm der Duft beim anbraten des Fleisches mit den Zutaten, der Gaskocher von Jens surrt und sorgt für eine besondere Stimmung sind wir doch Fern der Zivilisation in kalten Höhen. Eine Packung Wein wird geöffnet eher ein Luxus Artikel eben der Lohn der Arbeit. Obwohl der Tisch etwas tiefer liegt und die Räumliche Enge, lässt es sich ganz gut Arbeiten, Pilze und etwas Rotwein sollen die Soße noch besser werden lassen. Danach werden die Nudeln gekocht, als diese al dente sind, wird die Soße noch einmal aufgekocht, Vorsichtiger Umgang mit den Alu Töpfen auf dem kleinen Kocher-Aufsatz ist klare Voraussetzung. Zu einem guten Essen gehört selbstverständlich ein gemischter Salat. Kerzen sorgen für Licht und Romantik. Zwischendurch wird sogar das Oberlicht über der Massiven Zeitweiligen Eingangstüre zum Lüften geöffnet Die Stimmung  ist Prima, für ein Kamerad wäre noch gut Platz gewesen. Zur zweiten Packung Wein der auch in der Preisklasse unter 2 € liegt, wird eine Packung Chips geöffnet, diese ist ob des Luftdruckes fast zum Barsten gespannt. Hie und da kriecht eine Sturmbö unter das Dach… lässt dies laut klappern. Was fehlt ist eine Toilette und das Badezimmer, Mutter Natur steht dafür parat, übertroffen für den fehlenden Luxus, wird alles von einem Gigantischen Sternenhimmel, wenn es die Bewölkung gerade zulässt, bei Unglaublicher Sicht, in die unendlichen Tiefen des Kosmos. Es ist schon nach Mitternacht als die Vierte Packung Wein zur Neige geht. Der Schlafsack erweist sich als Überflüssig, eine Decke ist vollkommen ausreichend. Zwei Kilo Gepäck bleiben unbenutzt.

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Freitag 18.September: Keiner möchte der erste sein, so wohl das Motto. 8.15 Uhr, ein Zeichen, längst ist es schon Tag, der Sturm fegt noch immer über den Berg, am liebsten bleibt man unter der Decke. Kein Tropfen Regen ist gefallen, das ist schon mal gut. Die Wolken ziehen wie gehabt von Süd nach Nord, es ist wohl der Wind der die Wolken vereist. 9 Uhr, ein Liter Teewasser wird auf dem Kocher erwärmt. Brot, Butter, Käse, Wurst, Marmelade und das in großer Auswahl, Luxus pur. Die Biwak Schachtel wird sauberer verlassen als angetroffen, mehrere Besen und eine Kehrschaufel Stehen dafür zur Verfügung.  Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto auf 2082 m, wobei beide GPS 100 Meter höher anzeigen. 10.15 Uhr, der Rückenwind schiebt nach Unten, wenig später ist die Wasserstelle erreicht, verfolge denn Lauf des Wassers, nicht weit Oberhalb drückt er aus dem Berg, versiegt nach 200 Metern in seinem Bett. Einige Gämsen halten sich Oberhalb auf dem Zustieg zum Bivacco Musatti bei der Futtersuche auf. Zunehmend steigt die Temperatur, im Bereich des „Klettersteigs“ ist es dann schon Windstill. Ein Grund zum Ablegen der Oberkleidung. Der Steig wird locker Vorwärts abgestiegen. Der Schotter für eine Abfahrt perfekt geschaffen. Kurz unterhalb der Höhle begegnet ein Wanderer, etwas später sind die zwei Wasserfälle passiert, Nach 1 ½ Std. ein kurzer Gegenanstieg dieser führt direkt in den Herbstlich Gelben Misch Wald. Meine Gedanken sind bei der Tour zur Sorapis, es erscheint aus Zeitlichen Gründen unwahrscheinlich über die Vandelli aufzusteigen. Es ist auffällig Ruhig geworden, die Wolken stehen am Himmel, schön wäre es wenn es auch noch aufreißen würde. Leichtes Gepäck und Zufriedenheit dieser Abstieg vergeht wie im Flug. Ein kurzer Stopp im Museum der sich wenig Lohnen sollte. Es ist 12.30 Uhr, als das Fahrzeug erreicht wird, der Parkplatz ist an diesem Wochentag so gut wie verwaist. Ablegen des Gepäcks und der Bergschuhe. Auslegen der Isomatte. Studieren der Karte und des Klettersteigführers. Dann die Idee, von hier Direkt zum Biwak Comici, Morgen dann die Runde über das Biwak Slataper zum Vandelli Schutzhaus sollte in 8 Std. machbar sein. Dieser Gedanke stößt auf Absolute Zustimmung, da bleibt noch genügend Zeit, mehr und mehr zeigt sich die Sonne, am Bach (Rudavoi) werden die Töpfe das Besteck und die Becher gereinigt, auch der Körper bekommt seine Pflegeeinheit. Es wird so angenehm  bei 18 °C, dass ein Sonnenbad genommen werden kann. Bodo stellt mit Gelächter fest das eine Sohle seines Wanderstiefels sich löst. Wie schon am Vortag werden die Gebrauchsgegenstände und Lebensmittel bereit gelegt. Auf die Schlafsäcke wird verzichtet. 15.30 Uhr, Start mit etwas leichterem Gepäck, das Tal das zum Biwak führt ist wohl Sichtbar aber nur im Unteren einschnitt Einsehbar. Gemeinsam mit einem älteren Ehepaar aus Leipzig die uns vorher nach dem Standort fragten, Wandern wir tiefer als am Vortag in das  Tal Valle di S.Vito, die beiden lassen wissen das es ganz gut Wetter werden wird.  Der Weg endet an einem Wasserfall, es scheint ein kleines Wasserkraftwerk erzeugt Strom, irren dort auf der Suche nach dem Weg einige Minuten umher, ein Weiterkommen ist nicht möglich. Wasser wird aufgenommen, das ganze zurück, an einer Furt im ausgetrockneten Flusslauf ein unscheinbarer Weg Punkt, dieser wurde doch glatt übersehen. Das Hinweisschild „Weg 277“ findet sich dann nach wenigen Metern am Waldesrand. Aufstieg im Bunten Misch Wald, dieser wird durch Sturmholz und Steilheit richtig erschwert, wobei sich auch die Wegfindung im Unterholz als schwierig erweist. Kurz nach 16 Uhr, ist die Steile Felswand der Croda dei Banco erreicht, in einem Rechtsbogen wird es langsam immer Anspruchsvoller der Pfad führt direkt unter der Felswand nach oben, ein Ausgesetztes Band führt durch Latschen, ja keinen Fehler begehen. Um 17 Uhr bietet sich eine gute Sicht über das Tal und die Tour des Vortages, Arbeit kann auch ein Vergnügen sein. Nun wechseln sich Seilgesicherte Passagen mit Gehgelände und netten Kletterpassagen ab.

   

Keine Kurzweile bei Schweißtreibender Arbeit bei doch guten äußeren Bedingungen. Es ist 17.30 Uhr, die Spannung lässt nach, der Berg zeigt sich nun von der Rückseite, ein Steiler Einschnitt öffnet sich, wenn man dem GPS glauben darf, ist das Biwak noch 700 Meter entfernt bei über 300 Höhenmetern. War es gerade noch Spannend, erzeugt nur noch eine Klettersteig Stelle für etwas Adrenalin Kick, und diese ist schnell und Locker gemeistert. Schade die Sonne sehen wir heute nicht mehr, zu Hoch Überragt der Nordausläufer der Sorapis Gruppe. Es wird flacher der Kessel wird breiter, das Biwak steht inmitten eines Latschen Gürtels, ein Kiefer Baum der wohl Größte weit und breit steht direkt neben der in die Jahre gekommenen Biwak Schachtel. Ein Blick zurück bestätigt das Gefühl etwas geleistet zu haben, Jens und Bodo werden in wenigen Minuten eintreffen. Es ist 18.09 Uhr, nach knapp 1000 Höhenmeter und 7,5 Km Weglänge ist es geschafft. Leicht verbeult rechts neben dem Eingang, das Fenster über der Türe steht offen, das der erste Eindruck. Die Türe lässt sich gut öffnen, ein erster Blick bestätigt die Gedanken, der Zustand verliert denn Vergleich zum Biwak Voltolina, kein Wunder hier herrscht eine ganz andere Frequenz. In wenigen Minuten ist das Quartier bezogen, 7 Schlafplätze sind mit einer Decke überzogen, die Linke Sitzbank ist beschädigt. Das Gepäck wird auf den obersten Schlafplätzen verteilt, während die Schuhe ihren Platz am Boden finden, die verschwitzten Textilien bleiben zum Trocknen am Körper, wie schon gestern wird die mittlere Ebene als Sitzbank genützt, schon nach wenigen Minuten werden die Zutaten für das Essen geschnitten.

  

Heute kommt mein Kocher mit der Großen Kartusche zum Einsatz, dieser ist leider etwas instabiler. Während das Suppenwasser zum Kochen gebracht wird, werden die Zutaten zum Salat, wie Radieschen, Tomaten, Paprika, Zwiebel und Knobi vollends kleingeschnitten. Aus den Steaks vom Supermarkt wird geschnetzeltes. Frühlingssuppe aus der Packung dazu ein Brühwürfel und Graupen vom Einkauf. 19.30 Uhr, die 1,5 L. Suppe hat gemundet. Das Fleisch und die Zutaten werden in Butter angebraten, schade keine Kerze ist aufzufinden, doch die mitgebrachten Teelichter erhellen ausreichend, die drei Fenster mit 50 auf 40 Zentimeter sind wohl ganz Oho, aber eben bei Tageslicht. Ein kleiner Spaziergang kann jetzt nicht schaden Die zwei Köche sind absolut Herr der Töpfe. Der Weg 243 führt hier direkt vorbei, Rifugio Vandelli und die Forcella Grande ein Übergang fast in Reichweite sind angeschrieben, sowie der Abstieg nach Palus San Marco. Binnen weniger Minuten dunkelt es ein. Da es unten am Boden zieht, wird mit einer Alten Decke wird der Spalt unter der Türe gestopft, der Boden ist verzogen, durch einen Unbekannten Umstand abgerutscht. Nachdem das geschnetzelte  wohl gekocht ist, wurde das Nudelwasser aufgesetzt, schon nach wenigen Minuten sprudelte das Wasser, als die Nudeln denn richtigen Biss hatten, wird das Wasser ab geleert.  Noch einmal die Soße zum Kochen bringen, 20.35 Uhr, das verdiente Essen wird Serviert. Während Bodo in der Seitenlage isst, steht bei uns der Teller auf dem Oberschenkel, als Besteck dient der Löffel. 21.15 Uhr, der Weißwein 10,5 % kommt auf den Tisch, nicht unbedingt ein Hochkaräter, im fahlen Schein der drei Teelichter lässt es sich gut entspannen. Eine zufriedene Stimmung! liegt es daran? das mit einfachem Aufwand an einem Platz der Ruhe, ein jeder sich in der Zeit zurückgesetzt fühlt, eine Tour in die Berge Unterscheidet sich in Krasser Weise  vom Tun und Handeln der Menschen mit ihrem Hohem Anspruch. Beim dritten Liter ein „Roter“, verlässt Jens die Runde, das Schnarchen nehmen wir gerne in Kauf, bleibt doch dafür etwas mehr Vino. Ein Ausflug zum Pinkeln ist aber nur im Schein der Taschenlampe möglich, die Unebenheiten sind tückisch. Gegen Mitternacht geht in einer Sternenklaren Nacht ein schöner Tag zu Ende.  

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Samstag 19.September: Aufschieben der Verdunklung, ein Blick aus dem kleinen Fenster wohl nicht Aussage kräftig bewölkt, es ist 8.10 Uhr, gar nicht so unangenehm, geschätzte 9 °C, gute Sicht bei bestem Bergwetter. 1 Liter Teewasser wird aufgesetzt, das Frühstück fällt kurz aus, die Freude auf eine schöne Tour beschleunigt das Handeln, die Ausrüstung wird in das Freie verfrachtet, die Reinigung der Unterkunft wird sehr ernst genommen. Nebenbei findet die Toilette in der freien Natur statt. Ein Bild mit dem Selbstauslöser  vor dem Biwak, genau um 9.10 Uhr,  Start in die Sorapis Runde, schade der erste Teil von der Vandelli Hütte hätte die Umrundung möglich gemacht. Einem kurzen Abstieg durch Latschen und Steine auf dem Weg 243, folgt der Aufstieg zur Forcella la Bassa de Banco 2128 m, ein Blick zurück lässt erkennen wie schön das Biwak eingebettet zwischen Latschen und Bäumen liegt. Von hier bietet sich ein Erstklassiger Blick auf die Tour zum Biwak Voltolina am Vortag. Wie gut das Wetter ist, wird an der Scharte so richtig  deutlich, die Sicht auf viele hohe und Große Berge in weitem Rund ist fast ungetrübt, ein Fantastisches Blau und das in der warmen Sonne. Das erste Stahlseil ist sichtbar, Bodo legt sich vorsorglich seinen Klettergurt an, wir unterstützen dabei beim Anlegen. Es scheint gleich Senkrecht in die Wand zugehen, tief unten liegt das Valle di S. Vito an dessen Beginn das Auto steht,  es stellt sich nach wenigen Metern Abstieg als Optische Täuschung heraus. Die Via ferrata C.Minazio leitet gut gesichert in einem Rechtsbogen durch die Steile aber nicht ausgesetzte Südwand, schöne kurze und gesicherte Bänder zwischen Latschen sind prima zu begehen, dazu ist es richtig warm, ein Grund um die Hosenbeine nach Oben zu krempeln.

  

Ein Auf und ab, teilweise geht es direkt an die imponierende Steile Felswand. Nach exakt einer Stunde findet sich Wasser das von Oben aus den Felsen in die Tiefe tröpfelt, mittels aufgespannter Folie und die geöffneten Tetra Packs, ist jeder Tropfen des Elixiers Gold wert. Die Sohle von Bodos Schuh bereitet Sorgen so langsam löst sie sich zum Glück habe ich einen Schuhbändel als Ersatz, mittels diesem wird sollte es doch gelingen die Tritt Sicherheit zu verbessern. Ein kleiner Verhauer kostet ein paar Minuten, obwohl eigentlich erkenntlich, werden kleine Steine überstiegen. Der Weg teilt sich, Links nach Unten, Übergang zum Bivacco Voltolina und das Tal von Ansie. Einige Stellen sind jetzt sogar leicht ausgesetzt für Abwechslung ist gesorgt, die gegenüberliegende mächtige Costa del Bel kommt immer näher, durch die Wand führt ein Kletterteig der auch eine Alternative war, (dahinter liegt das Biwak, Nächtigung am Vortag) Auch der imposante Fels Turm „Torre die Sabbioni“ rückt näher. Wie aus dem nichts begegnen zwei Engländer, auf die Frage nach Trinkwasser ein klares No! Doch es gibt Wasser, bevor sich die Wege teilen fließt direkt am Weg Wasser über eine Steinplatte, Mittels Tetra Pack sind in wenigen Minuten fünf Liter Wasser in die Flaschen gefüllt, auch der Durst wird gestillt. Bodo trennt sich von seinem Absatz dieser wird mit einem Taschenmesser abgeschnitten, na wenn das mal gut geht. Das Tal das die beiden Berge trennt, endet kurz vor Erreichen der Weggabelung zum Biwak Slataper und dem Übergang der jetzt nahen Forcella Grande. Ein Breites Hochtal ist auf weit über 2000 m, entstanden. Rechts zum Biwak Slataper, steht geschrieben. Zwei Personen sind in größerem Abstand Unterwegs zur Forcella, queren Oberhalb am Hang, es ist davon auszugehen das sie über den Berti Klettersteig zugestiegen sind. Plökende Schafe sind zu hören weiden Unterhalb, der gute Pfad wird ganz schön Steil, damit erweitert sich das wahrzunehmende dieser Dolomiten Berge. Ab 2500 m, gibt es keine Vegetation mehr die letzten Höhenmeter finden aus Steinigen Untergrund statt. Das Biwak ist alsbald Sichtbar, Personen bewegen sich, wenig später Verschließen sie die Biwak Schachtel. Es sind drei Junge und Dynamische Italiener tragen noch immer den Klettergurt. Beim Passieren ein breites Grinsen über das geflickte Schuhwerk von Bodo. Kurz Unterhalb werden Erinnerungen an die erste Tour Wach, als Christian und ich unter den Mächtigen Felsen der Sorapis mit dem Kocher Schnee zu Trinkwasser schmolzen, Andrea und Gerhard beschwerten sich seiner Zeit über die Steinchen die sich verirrtenL. Eine breite Felsplatte führt direkt zu der stark frequentierten Not Unterkunft, 13.37 Uhr, Ankunft 2600 m, nach 4 ½ Std. bei Windigen und Kühlem Klima. Rückzug in das geschützte Innere. Süßigkeiten dazu frisches Wasser allemal ausreichend. Etwas Wind undurchlässigeren Oberkleid anlegen. 14.15 Uhr, die zweite Etappe über die Via ferrata Berti ist angesagt, ein Deutsches Paar treffen ein, kurzer und intensiver Austausch, über die Route freuen sich als wir über die Stelle mit dem Trinkwasser berichten.

  

Nach wenigen Minuten gehen, ein Oho“ Senkrecht in die Gnadenlose Tiefe der erste Eindruck. Ohne viel zu überlegen startet Bodo, es geht rechts in die Felswand, ein längeres schmales Seilgesichertes Fels Band leitet bis an einen Dunklen Kamin,  Überklettern eines Hindernis, der Anspruchsvolle Abstieg ist mit Eisenleitern bestens Abgesichert zwischendrin auch leichtere Passagen, Jens verzichtet auf den Klettergurt fühlt sich so Wohl in der Sonnigen und warmen Wand, nach 20 Minuten ist dieser Fun viel zu früh beendet, ein Blick nach Oben begeistert, die Route lässt sich nicht erahnen, Dolomiten Pur!  Der Weg in dieser Schlucht wechselt an die gegenüberliegende Wand, inmitten ein Band bestimmt verläuft hier die Route? Am Einstieg eine Hinweis Tafel über die Benützung und Anwendung des Gurts, ja einen haben….Bodo befindet sich schon im Element, reicht gerade noch für ein Foto, schon ist er denn Blicken entschwunden, drei Leitern helfen über die Senkrechten ja teilweise überhängenden Stellen. 5 Minuten Powern, wie erahnt das Teilweise überdachte Felsband Jens erscheint in der Senkrechten Wand wie ein Zwerg. Rechts um eine Ecke, viel zu früh endet die Ferrata. Teils über Bänder und in der Flanke quert es 3 Km in leichtem auf und ab mit hochgekrempelten Beinkleid und T-Shirt durch die  Westwand der Sorapis. Die ein oder andere Stelle Hoch über dem Boite Tal wird von Stahlseilen gesichert, zum Greifen nah, Antelao, Pelmo etwas später im Blickfeld die Tofane dahinter die Civetta der  Sella Stock und Marmolada, dazu unzählige weiter Berge stellen das Bergsteiger Herz mehr als zufrieden. Das gibt es doch nicht, Wasser läuft über die Felswand, es gibt kein Wasser wird da erzählt, traurig solche Aussagen, ja auch im Trockenen Sommer 2015 ist die Versorgung mehr als ausreichend. Noch einmal steigt es an, zwischen der Punta Nera 2817 m Nördliche Begrenzung, geht es um 16 Uhr, in einem Rechts Bogen in die Tondi di Sorapis auf über 2500 m, ein fast ebener Einschnitt. Die Szenerie wechselt. In leichter Kletterei I und II Stellen klettert es sich flott nach Unten, Zwei Gamsen Sonnen sich wenige Meter entfernt, vorsichtig mit erhöhtem Puls nähere ich mich ihnen bis auf 5 Metern, gebe Jens dabei ein Zeichen es gleich zu tun,  tatsächlich bleibt etwas Zeit für Fotos, bevor sich das Männliche Tier verhalten entfernt, zögernd folgt die schmächtigere Weiblich  Gemse, so nahe sind wir noch nie diesen scheuen Kletterkünstlern gekommen. Über Schotter ist sehr schnell die Talsohle erreicht, nach knapp 20 Minütigen gehen, überrascht in der Nordwand Exponierte und imposante Hängegletscher „Chicco Occidentale“. Kurz danach wird der Grünlich schimmernde Lago Sorapis und die versteckt zwischen Bäumen liegende Vandellli Schutzhütte Sichtbar. Liegt ja noch ein ganz schönes Stück tiefer. Wie wichtig ein gutes Schuhwerk wohl sein kann erfährt Bodo im Abstieg auf etwas Schmerzliche Art und Weise, landet er doch mehrmals im unbequemen Schotter. Exakt um 17.22 Uhr, legt sich der Schatten der Sorapis über die in einem Kessel liegende Hütte. Einige Personen wandern oder Flanieren um den See, es dauert 15 Minuten bis auch wir am Uferbereich eintreffen, der Weg entlang des Westufers wird eingeschlagen, kleinere Bäume und Sträucher dazu ein kurzes Auf und Ab.

  

Es ist um 17.52 Uhr, geschafft, Tages Ziel die aus Natursteinen gebaute Hütte erreicht. Ganz schön Betriebsamkeit, kein Wunder ist es doch Samstag und das zur Sportschau ZeitJ. Ein verweilen für kurze Zeit im Freien auf 1952 m, noch gut möglich. Die Tour Daten auf dem GPS Sichern und Speichern, ein bisschen beobachten des Treibens, Noch einmal wird es ernst, als es an der Theke die gleich am Eingang liegt, um  die Frage nach einem Quartier geht, stößt diese auf wenig Begeisterung, Have you Call? No! da keine Reservierung vorliegt verzögert es sich. Freude als er die DAV Ausweise sehen möchte, Hüttenschuhe anziehen, schon geleitet der Chef eine Etage höher, Eng geht es in der kleinen Hütte der Sektion Venedig zu. Jens wird im zweiten Stock einquartiert, beziehen des Lagers im ersten Stockwerk, ein kleines Zimmer mit drei einfachen Doppelstockbetten. Der Hüttenschlafsack ziert eines der unteren Betten. Kaum ist die Ausrüstung verräumt, treibt Durst und Hunger in den  kühlen Gastraum, kein Wunder steht die Eingangstüre doch Wagenweit offen. Wie auch  in den oberen Etagen ist auch hier fast alles aus einfachem Holz gehalten. Am hintersten Tisch auf der rechten Seite sind drei Plätze Reserviert. Am Tisch gegenüber sitzt eine Gruppe mit Jüngeren Deutschen. Während eines Franziskaner Weissbier findet sich die Ruhe um die wichtigsten Details des Ablauf dieser Etappe niederzulegen. Kaum ist das Essen bestellt, wird auch schon eine große Portion Spagetti serviert, der Kleingeschnittene Knoblauch und die Pfefferoni geben diesem Essen denn richtigen Pep. Ein Französisches und deutsches Ehepaar gesellen sich an den Tisch, in gutem Englisch berichten Sie von Unternehmungen in den Bergen. Später erfahren wir von den Offenbachern, dass Sie von ihrem PKW aus zu einer Tour quer durch die Dolomiten aufgebrochen sind. Auch in den Pyrenäen verweilten sie mehrere Tage, wie überhaupt gestalten die  beiden ihre Unternehmungen nie als Kurztrip. Kurz nach 22 Uhr, werden wir auf die Hüttenruhe hingewiesen, da loben wir doch ein Biwak Übernachtung ohne Beschränkung.

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  • Bilder Herbsttour 17.-22.September 2015 135 (Kopie)

Sonntag 20.September: Sehr früh schrillt ein Handy aus dem Schlaf, doch es gelingt noch einmal einzuschlummern. Spätestens um halb acht beginnt aber auch dieser Urlaubs Tag an einem Wochenende. Bestens Organisiert ist alles flott verstaut. Jens wird aufgesucht, er ist auch schon in den Puschen. Teewasser steht in großen Kannen auf einem Tischchen bereit. 2x ½  Liter Heißes Wasser wird gezapft. Wenig Betriebsamkeit, einige werden wohl schon aufgebrochen sein. Zwar nicht üppig aber allemal ausreichend das Frühstück aus dem Rucksack. Bezahlt wird an der Theke, Übernachtung AV 10 €, die Spagetti 8 €. Getränke wurden schon am Vorabend bezahlt, ein Weissbier für 4,50 €. Der Thermometer schockt etwas, nur noch 6 °C, deutlich kühler als die Tage davor. Abstieg auf dem Weg Nr.217 bei absolutem Bilderbuch Wetter, Steinig und über Natürliche Stufen durch einen Herbstlichen bunten Mischwald, Bodo ist wie verwandelt, das da irgendetwas mit dem Schuhwerk nicht in Ordnung sein sollte ist wie weggeblasen. Nach und nach treffen wir auf  Wochenend Ausflügler die in der Vandelli Nächtigten, auch das Paar aus Offenbach wird an einer etwas Anspruchsvolleren Stelle eingeholt. Ein Wasserfall (Rio Sorapis) dessen in die Tiefe stürzenden Geräusches schon länger Hörbar war, teilt diesen Einschnitt beziehungsweise Steilen Abbruch, jetzt ist klar warum die letzte Passage nicht so einfach zu überwinden war. Noch vor Beginn der Schotterstraße wechselt der Wald, Hauptbestandteil sind nun Buchen. Kurzer Gegenanstieg, als dann die Rudavoi erreicht ist, geht es rechts, dem Bach folgend. Drei Ältere Deutsche Wanderer ebenfalls im Abstieg, berichten über das Wetter, die Vorhersage bis Dienstag sei Absolut positiv. Nach 2 Std. ist der Ausgangspunkt wieder erreicht. Etliche Fahrzeuge sind heute abgestellt, sicherlich Wanderer wohl Älteres Semester, auf der Suche nach Ruhe im Nationalpark. Während der gut 1 Stündigen Pause, gilt es das Geschirr und den Körper sowie die Ausrüstung auf Vordermann zu bringen. Beim Blick auf die Sorapis sollte das Biwak eigentlich erkennbar sein, doch die Entfernung dafür deutlich zu weit. Ein ausrangierter und ausgelutschter Bergstiefel, wird noch einmal für die Tour in die Cadin Gruppe getapt. Während einer kurzen Fahrt wird der wenige Müll der letzten Tage in einem Mülleimer entsorgt.

  

Woow! ein Spar Markt am vielbesuchten Lago Misurina 1750 m, hat heute am Sonntag geöffnet, zwar nicht Preiswert, dafür aber ganz gut Sortiert. Direkt am Südlichen See Ufer, findet sich ein geeigneter Parkplatz fast mittelbar an der Liftstation, gleich Nebenan auf dem Gelände eines Ehemaligen Hotels. Ein edler Platz mit Bank und Tisch, so richtig Einladend für eine Brotzeit, der Kalte Wind trübt etwas das Wohlbefinden. Von hier ist die Sorapis in ihrer vollen Größe ein absoluter Blickfang. Nebenbei beschäftigt die Tour am nächsten Tag, eine Möglichkeit wäre das Dritte Bivacco Tiziano, Ausgangspunkt wie gehabt. Ein ganz kleines Gepäck 4 Kg für den Aufstieg mit Übernachtung im Rifugio Citta di Carpi 2080 m, am Südlichen ende der Cadin Gruppe. 15 Uhr, der Aufstieg verläuft sehr Monoton der Straße folgend, hie und da weicht der Weg etwas ab und führt durch Bäume von Wald kann nicht gesprochen werden. Ein Glockengeläut wird immer lauter, ist denn schon Almabtrieb? Wenig später löst sich das Rätsel, Pferde tragen diese Glocken, zwei Burschen Dirigieren diese Edlen Vierbeiner mit einem Quad (Österreichisches Kennzeichen) über die Skiabfahrt in höhere Gefilde, Paradox oder? Nach der Bergstation wird die Schotterstraße eben, in diesem Bereich drängen die Tiere Bodo und Jens vom Weg, auffällig die 4 Hufer vermeiden tunlichst das Laufen auf dem Schotter, bewegen sich zur befestigten Linken und Rechten. Ein Älterer Begleiter gibt bereitwillig Auskunft auf die Fragen, die 30 Pferde gehören mehreren Besitzern, bis zum ersten Schnee müssen sie sich noch Selbstversorgen, selbstständig bewegen sie sich stetig tiefer, er ist der Meinung die Richtige Entscheidung getroffen zu haben, so nach dem Motto dem Wetter Trend 2015 einfach nur zu folgen. Eine Alm Wiese lädt zum Verweilen ein, der Untergrund ist wohl bequem aber auch etwas Feucht. Hier verteilen sich die Tiere, ziehen in kleineren Gruppen Ziellos über die Noch Saftigen Almwiesen. Kurz vor dem Erreichen der Carpi Hütte 17.20 Uhr, bietet sich erstmals ein Fantastischer Blick auf die Cadin Gruppe mit ihren Steilaufragenden Felstürmen und  Zacken. Wie es scheint sind die letzten Tages Gäste Unterwegs begegnet. Die Hütte mit ihrer einfachen Terrasse fügt sich schön an den Hang. Ein einziger Gast befindet sich hier, es scheint ein Freund des Hauses zu sein. An einem der zwei Tische die im Gastraum stehen wird Platz genommen. Schnell ist die Gaststube und der Nebenraum inspiziert, die Hütte wurde 1970 erbaut und wird gerade etwas Saniert. Bodo findet sogleich gefallen an einem Holzofen, der in einfacher Bauart aus Ton gefertigt wurde. Ein kleines Bier das weniger gut ankommt, Bodo ist regelrecht Euphorisiert vom Verlauf der Tour? reinigt  voller Begeisterung die Zähne, scheint wie aufgezogen der Kamerad. Erste Gedanken werden laut Ausgesprochen, die Idee: im nächsten Jahr, die Herbsttour noch länger zu gestalten. 18.45 Uhr, vor der Hütte die Abendstimmung aufnehmen, Glocken läuten, die Pferde sind auch hier angekommen. Im Lichtspiel der untergehenden Sonne erscheinen die Berge noch schöner, die Sextener Dolomiten Nordöstlich erstrahlen in einem herrlichen Abendrot.

  

Mit der Untergehenden Sonne verschwinden auch die Wolken die in der Bergfotografie für das gewisse Extra sorgen. Langsam fällt die Temperatur, drinnen in der Gaststube ist von all dem nichts zu spüren. Aus einer kleinen Auswahl an Essen Begeistert das Steak mit Kartoffeln dazu Ordern wir ein Spiegelei, Bodo und Jens je einen Krautsalat als Beilage. Knobi und Pfefferoni werden kleingeschnitten. Zum Trinken ein Liter Roten dazu ein Liter Mineralwasser. Vielleicht eine etwas zu kleine Portion, Bodo zaubert noch zwei genetzte Wecken die er aus der Heimat mitgebracht hat auf den Tisch, mit Butter versehen auch noch nach 4 Tagen später verzehrbar. 4 klein geschnittene Tomaten werden dem Salat untergemengt. Mit dieser Finesse mundet wohl ein jedes Mahl. Der Rotwein für 9 € von der besser Sorte. Ein  später Gast der mit dem PKW aufgefahren ist, ist wohl zur Unterhaltung der Wirtin an diesem ruhigen Abend gekommen. Gegen 21.30 Uhr, wird das Zimmer im ersten Stock bezogen, einfach und schlicht zwei Doppelstockbetten und ein Regal als einziges Mobiliar. Zum Abschluss noch ein Gedeck aus Wein und Wasser, kurz nach 22 Uhr, ist Nachtruhe angesagt, bezahlt wird erst am nächsten Morgen.

Bilder zu diesem Tag hier in der Sige Gallery:

  • Bilder Herbsttour 17.-22.September 2015 251 (Kopie)

Montag 21.September: 7.45 Uhr, ein Blick aus dem Zimmer Fenster in Richtung Osten, Top keine Wolke trübt denn Blick. Ein freudiger Empfang des struppigen verspielten Hüttenhundes. 1 Liter Teewasser drei Tassen, dazu ein Zuckerstreuer wird auf den Rustikalen Holztisch gestellt, da ist sicherlich nichts verdient. Das ausgetrocknete Brot lässt zu wünschen übrig, Wurst und Käse ist noch reichlich sollte auch noch einen Tag ausreichen, nicht ganz ohne der Kuchen für 2,10 € ein guter Kauf. Die Rechnung inklusive Nächtigung liegt pro Nase bei 42 €. Kurz vor 9 Uhr, ist der Start, es ist so angenehm in der Morgen Sonne eben T-Shirt Wetter. Leicht  Nördlich ansteigend verläuft der Wanderweg 118, ein schmaler gut ausgetretener Weg windet sich über Grüne Hochgebirgslandschaft, hie und da stehen einzelne Bäume, bestehen in dieser Höhe den Kampf gegen die Natur. Nach gut 30 Minuten teilt sich der Weg 2300 m, Rechts der „Sentiori Duresinni“ der zum Rif. Fratelli Fonda Savio leitet. Links dem Weg folgend,  wird es enger, zwei Berge der Cadin Gruppe vereinigen sich, noch einmal teilt sich der  Weg, ein weiterer Übergang zum Fratelli Schutzhaus. Ganz schön Kühl Steil und Dunkel, dazu Geröll und Steine erschweren den steilen Aufstieg zur „Forcella de Neve“ 2471 m, die kurz nach 10 Uhr erreicht wird. Die hervorragende Aussicht auf die Bergwelt insbesondere Schneebedeckte Gipfel im Nordwesten bis nach Österreich gerechtfertigten jegliche Mühen. Der Abstieg in einem breiteren Kessel ist Anfangs Steil und Steinig (bedingt durch herabstürzendes Gestein) erfordert eine sichere Wahl der Tritte.

  

Einem Schnörkellosen Abstieg, setzt die Sonne noch eins drauf. Schnell ist die Baum Zone erreicht, hier guter Blick auf den Greifbaren Monte Piano und die Cristallo Gruppe. Bodo berichtet von leichten Kreislauf Problemen im Aufstieg, da war der Verzehr einer Knoblauch Zehe zum Frühstück wohl nicht genug. Eine Märchenhafte Querung durch Lärchen in einem Herbstlichen Glanz der Botanischen Pflanzen verzaubert so richtig. Leider endet dieser an der Hässlichen Skipiste des so grausamen Ski Zirkus. Noch 200 Höhenmeter Abstieg bis zum Ausgangspunkt. Wenig Betriebsamkeit am See, kein Wunder ist es doch ein gewöhnlicher Arbeitstag. Etliche Reise Busse Parken rings um den schönen Misurina See, die offensichtlich Rentner den Herbstlichen Spaß für die Berge vermitteln. Klares Ziel ist der Spar Markt. Leider gibt es kein Fleisch, damit fällt das Kochen etwas dürftiger aus, Schinkennudeln auch keine schlechte Idee, die Zutaten dafür: 1 Gurke, 1 Paprika, 6 Eier, 500 gr. Nudeln. Wecken Brot dazu eine Pampelmuse. Essig und Öl. 1,5 L Flasche Sprite, Wein, drei Radler alles zusammen für Teure 45 €. Kurze Fahrt zum Parkplatz am Ausgangspunkt zu den Touren der Vortage. 13 Uhr, hier auf knapp 1200 Meter deutlich Wärmer. Sonnen, Vespern nebenbei zusammenstellen der Ausrüstung, ein absolutes Cooles Vagabunden Leben. Jens und Bodo starten mit je 9 ½ Kg, lege noch ein Kilo obendrauf. 14.30 Uhr ist bei 15 °C Start zu der letzten Tour des Jahres, nur schade am Rif. Sorale ist das Wasser abgestellt worden, zurück zum Bach, das Risiko ohne Trinkwasser zu starten erscheint einfach zu Riskant. Gleich nach dem Rif. Sorale zweigt der Weg zum Bivacco Musatti (279) ab. Eine Weg Spur führt durch den Bunten doch Hellen Wald „überall“ stehen Pilze, leider sind sie uns unbekannt, da hätte der ein oder andere bestimmt….Der Aufstieg beginnt locker  in kleinen Kehren, wird zunehmend steiler, dazu kommt Sturmholz darunter geht der Pfad hie und da verloren, mit Gespür findet sich die Route.

  

Die nächste Etage ist Erdig und Feucht zwischen den Latschen ein Seilversichertes Stück hier verliert sich die Spur, Bodo kämpft sich etwas ausgesetzt durch das Gestrüpp, Nein das kann nicht sein! Kehrtwende, tatsächlich sind wir im Seilgesicherten Bereich nicht nach rechts, sondern geradeaus aufgestiegen. Es lichtet sich, eine Lange Hohe Felsflanke zu rechten begrenzt diesen Aufstieg. An dessen Schatten entlang wechselt leichte Kletterei I mit einfacheren Passagen ab. 16.10 Uhr, Wasser dringt aus dem Berg 1700 m, genug um die Versorgung zu sichern, weiß man es? Kurze Trinkpause bei etwas kühlem Wind. Ein Wanderer begegnet, unglaublich das sich hier an diesem Einsamen Ort jemand und auch noch allein verirrt. Schotter erschwert auf diesem Steinigen Untergrund ein sicheres gehen, wohl anstrengend für unseren Kameraden mit solch üblem Schuhwerk! Vor einen weiteren Absatz  sprudelt unverhofft eine Quelle unter Steinen hervor. Gegenüber ist die Carpi Hütte sowie der Aufstieg zur Forcella de Neve im strahlenden Sonnenschein vom Vormittag eizusehen. Die bewachsene Zone verliert langsam an Grün geht in ein Grau über. Ein Blick zum GPS,  es kann  nicht mehr allzu weit sein. Nach wenigen Minuten erscheint die verblasste Rote Schachtel auf einem Absatz 17.10 Uhr, Wenig Später stellt sich heraus dass es sich gar nicht direkt um einen Absatz handelt, sondern Steinschlagsicher am Hang vor einem Größeren Talkessel, umgeben von Bergen deren Gipfel bis an die 2900 m reichen, im Moment  werden diese von der Untergehenden Sonne hervorgehoben, an dessen Hänge befinden sich teilweise noch Altschneefelder. Als Bodo tiefatmend eintrifft, stelle ich erstaunlicher Weise fest, das mein Textil absolut trocken geblieben ist, ganz schön komisch, nach diesem doch sehr Anspruchsvollem Aufstieg. Ein erster Blick in das Innere erfreut, guter Zustand Sauber und Ordentlich, Künstler Herz was willst du mehr! Schnell ist Bezug genommen, bevor die Kühle der einbrechenden Nacht auf nun über 2100 m, den Mechanismus lahm legen möchteL. Einzig Manko eine Matratze fehlt, diese wird wohl nur bei kompletter Belegung benötigt, und das Fenster über der Türe liegt beschädigt neben dem Biwak der Sektion Venedig, ist aber mit dem Verschlag verschlossen. Die letzte Eintragung einer Nächtigung im Hüttenbuch datiert vom 19. September, zwei Deutsche waren vom Tiziano zum Biwak Slataper hier zu Gast. Jens beginnt mit dem schälen von Zwiebel, dies löste ein unangenehmes Brennen in dem Augen aus. 1 Knolle Knoblauch wird zerkleinert, echt Gewaltig! Bodo schneidet Speck und gerauchte Schinkenwurst, danach Tomaten Paprika und die Gurke für den  Salat, Essig und Öl das in der Schraubdose gemengt wurde, wird in einer der drei Töpfe geleert, während dessen werden die Ereignisse des Tages Stichpunkt artig notiert. 1,5 Liter Wasser für die Suppe wird auf dem Gaskocher aufgeheizt, später werden Brühwürfel und Suppennudeln vom ersten Einkauf beigemengt. Fantastisch bereits um 18.20 Uhr, sind die wenigen Wolken wie weggeblasen. Ein absolut Traumhafter Touren Tag in den Dolomiten geht in die Nacht über. Bodo erzählt uns, das 100 Meter vor dem Erreichen des Biwaks, die Sohle bzw. der noch vorhanden Vorderteil vollends abging. 13 Kg Lebensmittel inklusive des Weins ganz schön Lebens Qualität. 1400 Höhenmeter bei einer Weglänge von 13,25 Km und einer reinen Gehzeit von 3 ½ Std. dafür bedarf es Stärkung. Die schwere Kerze in einer Tasse, spendet etwas Licht, dazu die kleinen Fenster, leider fehlt das Oberlicht über dem Eingang. Ein Gespenstisches Licht Schattenspiel im Tal und an den gegenüberliegenden Bergen, sorgen für ein spektakuläres Flair. Die Frage nach dem ausbleibenden Nebel, werfe ich in die Runde, keine möchte oder braucht diesen. Suppenduft steigt in die Nase in der 2,50 auf 2,30 auf 2,20 Meter kleinen Not-Unterkunft.

  

Der Einsatz der Helmkamera scheitert an einem zu schwachen Akku. Während des Köchelns eine klare Feststellung... ein Kocher würde für 4 Personen gut ausreichen. Ein Unwohlsein Tief im inneren breitet sich mehr und mehr aus, die beiden überreden zu einer Suppe, endet aber schon beim Versuch, der Magen grummelt wie ein Bergwerk vor dem Einsturz. Beim Anbraten des Rauchfleisch und der Schinkenwurst, steigert sich das Unwohlsein! Das Essen ist für mich Pase! Probiere zwar noch einen Schluck Wein, doch heute soll es nicht mehr sein. Jens hängt die Taschenlampe am oberen Bett Rost auf, zwei mitgebrachte Teelichter erhellen dürftig. Während die beiden mit einfachsten Mitteln auf engstem Raum am Essen Zaubern, Döse ich traurig vor mich hin. Bodo schüttet die 500 Gramm Nudeln in das Siedende Wasser, wer soll das Essen? Auch der komplette Salat findet sich im vorbereiteten Topf wieder. Noch vor dem Essen erlaben sich die beiden an einem Tetra Pack Rot Wein, Respekt! Bodo möchte Unbedingt gutes für mich tun, setzt 0,5 Liter Wasser auf, leider wirft er ungewollt den schon heißen Topf vom Kocher, dieser ergießt sich über die Decke und Jens Hüttenschuhe. Der zweite Versuch klappt dann, ein Teebeutel dazu Grippostat, (ein Grippemittel) wird nach einem kurzen Versuch abgewiesen, der Körper möchte nichts, nicht einmal die geliebte Nuss Schokolade. Nach einem ersten Frischluft Gang bei nun kompletter Wolkenschicht,  lege ich eine Alte zerrupfte Decke die im Freien lag, zum abdichten der Eingangstür am Boden ab, stoppe wohl die lästige Zugerscheinung. Mächtig Hunger die beiden, der Großteil eines ausreichenden Mahlzeit wird gegessen, beseitigte Wohl sämtlichen Hunger. Ein Unwohlsein zwingt am späten Abend zum Aufstehen, nach mehr maligem Korksen beginnt der schmerzhafte Auswurf, 6 Mal an der Zahl, dieser Akt kostet noch einmal gehörig Kraft. Interessant wie die 4 Liter Wein auf Geist und Körper Einfluss nehmen. Langsam kehrt Ruhe ein, der Schlaf kommt zu seinem recht. Dreimal in dieser Nacht sorgt der Darm für eine ungewollte Flucht in die Dunkle und Kalte Nacht, zum Glück gibt es eine Taschenlampe. Interessant zu beobachten, tief unten im Tal bildet sich mehr und mehr Nebel, die Lichter um ein üppiges Grundstück erscheinen bei jedem Gang Schemenhafter.

Bilder zu diesem Tag hier in der Sige Gallery: 

  • Bilder Herbsttour 17.-22.September 2015 291 (Kopie)

Dienstag 22.September: Dicke Nebelsuppe im Tal, am Himmel Wolkenfetzen, die Gipfel im Westen werden in der aufgehenden Sonne herrlich gefärbt, Tolles Spiel der Natur. Es ist Kühl bei einer leichten Brise. 7.50 Uhr, Teewasser aufkochen, der Rest des Tee vom Vorabend  wird mit aufgekocht. Die Kameraden Essen die kalten Wurstnudeln mit dem Salat, Respekt!  Nebenbei werden die verschmutzten Töpfe  und das Geschirr ineinander gestellt. Ja wir sind gut eingespielt, kein Wunder sind wir absolut Expedition erfahren! Dazu die Alltagsroutine. Nach und nach verschwindet säuberlichst das Textil und die Ausrüstung im kleinen Rucksack. Penibel genau wird alles verräumt, auch die Decken werden akkurat zusammengelegt, zu guter Letzt wird das Biwak mit einem der Kehr Besen pikobello gekehrt, Auf der Suche nach dem Brillenetui von Jens, findet sich „Gott sei Dank“ mein Seidener Hüttenschlafsack, der zwischen der Decke und Außenwand eingeklemmt war. Es ist 9.10 Uhr, als Bodo sich mit etwas Unwohlsein ob seines Schuhwerks in Bewegung setzt, kurz danach folgen auch wir. Besser als gedacht verläuft der Abstieg durch den „Dünen“ Nebel, an den ersten Felsen mit leichter Kletterei, (Oberhalb der Wasserstelle) legt er sämtliche Scheu ab.

  

Drei Italiener steigen auf, begegnen um 9.35 Uhr, werden mit einem Freundlichen Bon Giorno gegrüßt, wohl aus „Dankbarkeit“ lösen Sie einen Stein, der krachend an uns vorbeisaust. Auch im Latschenbewachsenen Erdig und schmierigen Steilgelände ist es gut abzusteigen. Im Bereich der Sturmschäden, wird der Untergrund dann Trocken, daher gut zu gehen. Ein Band wird schräg abgestiegen, ein aufatmen als der Wald beginnt! die Schufterei findet ein Ende. Ein lockeres Auslaufen, um 10.35 Uhr, ist das Fahrzeug nach 1000 Hm. erreicht. Ein Blick zurück, schaut alles so locker aus, dabei lässt sich gut feststellen, dass im Bereich zwischen 1600 und 1800 Meter der Nebel wie angewurzelt hängtJ. Der Körper verlangt etwas Flüssiges. Die Nassen Kleidungsstücke werden in der Sonne zum Trocknen aufgehängt. Im Bach erfolgt eine kleinere Körperwäsche. Es ist 11.15 Uhr, die Herbsttour geht zu Ende. Über Toblach erfolgt die Heimfahrt, das Wetter verschlechtert sich mit jedem Kilometer, trübt komplett ein. In Sterzing im dortigen Spar Markt, ein Zwischenstopp mit Lebensmittel Einkauf. Ein Warmes Schnitzel dazu 2 Wecken und ein Hohes C, landen im Einkaufswagen, verträgt es der Magen? Jedenfalls ist ein Hungergefühl vorhanden. Ein jeder findet hier etwas Gutes für den Alltäglichen Konsum, klar die Preiswerten Nudeln ein Muss! Der Ö3 Wetterbericht meldet ab Morgen Regen, der im Bereich von 1000 Meter in Schnee übergeht. Während die Natur ihr Kleid wechselt, bereiten sich die Menschen jetzt am Kalendarischen Herbstbeginn auf den kommenden Winter vor.

Bilder zu diesem Tag hier in der Sige Gallery:

  • Bilder Herbsttour 17.-22.September 2015 337 (Kopie)
 

 

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